Manuelle Orientierung
Einbildorientierung und Kalibrierung
Kann ein Bild nicht automatisch orientiert werden kann mit dieser Funktion versucht werden das Bild doch noch zu orientieren. Typische Anwendungen können sein: Historische Bilder mit sehr vielen veränderten Details bzw. nur noch sehr wenige Details sind am Objekt gleich geblieben, Bilder mit sehr schlechter Bildqualität wie Überwachungsbilder etc.

Die Bedienung ist ähnlich der der Ergänzungsmessung, man misst gleichzeitig einen Objektpunkt in 3-4 orientierten Bildern und misst denselben Punkt in dem Bild das orientiert werden sollte. Wenn mindestens 5 möglichst gut verteilte Punkte gemessen worden sind, versucht ELCOVISION 10 das Bild zu Orientieren und optional die Kamera zu kalibrieren.
Empfohlene Vorgehensweise zur Einbildorientierung
- Starten Sie die Einbildorientierung.
- Befinden sich im Projekt nicht orientierte Bilder, wird automatisch das erste dieser Bilder in der Bildauswahlbox ausgewählt.
- Wählen Sie in der Kameraauswahlbox darunter entweder eine schon kalibrierte Kamera aus oder wählen Sie eines der mathematischen Kameramodelle aus um das Bild zu kalibrieren.
- Laden der Referenzbilder:
Laden Sie 3–5 bereits orientierte Bilder, in denen Punkte sichtbar sind, die auch im zu orientierenden Bild vorkommen. - Punktmessung in orientierten Bildern:
Messen Sie in 3–4 der orientierten Bilder einen gemeinsamen Punkt. Achten Sie dabei besonders auf eine hohe Punktgenauigkeit – die Punkte sollten möglichst präzise gemessen werden. - Punktmessung im nicht orientierten Bild:
Messen Sie denselben Punkt anschließend im nicht orientierten Bild. - Wiederholung der Punktmessungen
Wiederholen Sie die Punkte 5–6 so lange, bis mindestens fünf Punkte gemessen sind.
ELCOVISION 10 versucht nun das Bild zu orientieren und gegebenenfalls die Kamera zu kalibrieren. Wenn Sie 8 oder mehr Punkte messen ist die Orientierung meistens schon sehr gut.
Achten Sie darauf, dass die Punkte im zu orientierenden Bild möglichst gleichmäßig verteilt sind. Die Anzeige „Güte der Verteilung der Bildmessungen“ sollte sich im grünen Bereich befinden.
Hinweise zur Kamerakalibrierung
- Wählen Sie in der Kameraauswahlbox zunächst ein Kameramodell mit möglichst wenigen Parametern, um eine stabile Orientierung zu gewährleisten.
- Es ist jederzeit möglich, verschiedene Kameramodelle auszuprobieren, um die Qualität der berechneten Orientierung zu vergleichen.
- Nur wenn das zu orientierende Bild sehr starke Verzeichnungen aufweist, sollte eines der Fischaugen-Kameramodelle in Betracht gezogen werden.
Nach erfolgreicher Einbildorientierung sollte eine Globale Orientierung gerechnet werden um den ganzen Bildverband noch einmal auszugleichen damit die maximale Genauigkeit erreicht werden kann.
